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Kirchenbüro
Martina Leiendecker
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Liebe Gemeinde, in der derzeitigen Lage möchten viele von Ihnen keine Gottesdienste besuchen. Daher bieten wir Ihnen an, die Predigt des jeweiligen Gottesdienstes auf dieser Seite zu lesen. 
Bleiben Sie behütet.

 

Gottesdienst zum
2. Sonntag in der Passionszeit (Sexagesimae)
am 7. Februar 2021

Pastorin Beate Gärtner, Liturgie und Predigt, Kantorin Birgit Queißner und Heidi Budar, Musik, Kirchenvorsteher und Besucherbetreuer

GLOCKENGELÄUT

MUSIK ZUM EINGANG

GRUSS UND BEGRÜßUNG

PSALMGEBET IM WECHSEL (Psalm 119 i.A.)
MIT GESUNGENEM KEHRVERS (EG 277)
Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.
Herr, dein Wort bleibt ewiglich,
so weit der Himmel reicht;
deine Wahrheit währet für und für.
Du hast die Erde fest gegründet,
und sie bleibt stehen.
Nach deinen Ordnungen bestehen sie bis heute;
denn es muss dir alles dienen.
Wenn dein Gesetz nicht mein Trost
gewesen wäre,
so wäre ich vergangen in meinem Elend.
Dein Wort ist meinem Munde
süßer als Honig.
Dein Wort macht mich klug;
darum hasse ich alle falschen Wege.
Dein Wort ist meines Fußes Leuchte
und ein Licht auf meinem Wege.
Erhalte mich nach deinem Wort,
dass ich lebe,
und lass mich nicht zuschanden werden
in meiner Hoffnung.
Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.

TAGESGEBET
Wie nah ist dein Wort, Herr unser Gott!
Wie nah deine Gnade!
Begegne uns mit Macht und Erbarmen.
Lass nicht zu, dass wir taub sind für dich,
sondern mach uns offen und bereit
für Jesus Christus, deinen Sohn,
der kommen wird, damit er uns suche und rette,
heute und täglich bis in Ewigkeit. Amen.


LESUNG AUS DEM ALTEN TESTAMENT (Jesaja 55, 8-12a; Kirchenvorsteher)
Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr, sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.
Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und lässt wachsen, dass sie gibt Samen zu säen und Brot zu essen, so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein: Es wird nicht wieder leer zu mir zurückkommen, sondern wird tun, was mir gefällt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende.

APOSTOLISCHES GLAUBENSBEKENNTNIS (Kirchenvorsteher)
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten und das ewige Leben.
Amen.

GESANG „Gott hat das erste Wort“ (EG 199)

KURZPREDIGT

Liebe Gemeinde,

Wer Ohren hat zu hören, der höre!

Die meisten von euch wissen es. Ich bin extrem schwerhörig. Wenn ich meine Hörgeräte aus den Ohren nehme, hört sich das so an:

Talarmikrophon ausschalten. Sehr leise sprechen.

Als nun eine große Menge beieinander war und sie aus jeder Stadt zu ihm eilten, sprach er durch ein Gleichnis: Es ging ein Sämann aus zu säen seinen Samen. Und indem er säte, fiel einiges an den Weg und wurde zertreten, und die Vögel unter dem Himmel fraßen’s auf. Und anderes fiel auf den Fels; und als es aufging, verdorrte es, weil es keine Feuchtigkeit hatte. Und anderes fiel mitten unter die Dornen; und die Dornen gingen mit auf und erstickten’s. Und anderes fiel auf das gute Land; und es ging auf und trug hundertfach Frucht.

Talarmikrophon anschalten. Normal sprechen

Da er das sagte, rief er:
Wer Ohren hat zu hören, der höre!

Habt ihr gerade etwas verstanden? Habt ihr Ohren zu hören gehabt?

Oder habt ihr nichts verstanden, und alles, was Jesus euch gesagt hat, ist einfach an euch vorbei gerauscht?!

Auch wenn ihr eure Ohren noch so sehr gespitzt habt: Ich vermute letzteres.

Ihr habt Gottes Wort gerade nicht gehört. Es fiel bei euch auf taube Ohren.

Wer Ohren hat zu hören, der höre!

Eigentlich seid ihr nicht taub. Und die meisten von euch sind auch nicht extrem schwerhörig.

Dennoch: Wie oft mag es in eurem Leben vorkommen, dass die Worte von Jesus auch bei euch auf taube Ohren stoßen?!

Bei mir geschieht das, wenn der schrille Lärm der täglichen Zeitungsschlagzeilen einfach alles übertönt.
Dann wird mir Gottes Wort zu Samen, der auf den Weg fällt und zertreten oder von Vögeln aufgefressen wird.
Oder wenn mir das fortwährende, belangloses Geplapper von Werbung und Influencern die Ohren verstopft.
Dann wird mir Gottes Wort zu Samen, der auf den Fels fällt und dort verdorrt.

Oder wenn ich mir aus Angst und ständiger Überforderung im Hier und Heute einfach die Ohren zuhalte.
Dann wird mir Wort Gottes zu Samen, der mitten unter die Dornen fällt und von ihnen erstickt wird.

Dann frage ich mich: Wie soll bei diesem ganzen Gelärme die Stimme von Jesus und mit ihr das Wort Gottes überhaupt noch zu mir durchdringen?

Wer Ohren hat zu hören, der höre!

Mein ersten Griff an jedem Morgen geht in meine Nachttischschublade. Denn da liegen meine Hörgeräte. Ich schalte sie ein, und ich setzte sie in die Ohren. Und dann kann ich mit ihrer Hilfe hören.
Solche „Hörgeräte“ gibt es auch für Gottes Wort.

Für mich sind das:

Der Gang in den Gottesdienst. Dort schweigt jeder Zeitungslärm, und meine Ohren hören die sonntägliche Stille.

Ein tiefgreifendes Gespräch mit einem Freund. Es verdrängt das belanglose Geplapper und macht meine Ohren frei für wahre Worte.

Das Lesen der Bibel. Ihre Worte nehmen mir die Angst und befreien mich. Ich will wieder hören und nehme meine Hände von den Ohren.

Aber was, wenn ich das alles nicht zu Hand habe? Mich nicht in den Gottesdienst traue? Der Freund weit weg ist? Die Bibel gerade nicht greifbar?

Von meinen Hörgeräten weiß ich doch: Auch mit ihnen stoße ich an Grenzen. Weil sie verstopft sind. Oder schlecht eingestellt. Oder die Batterien leer.

Wer Ohren hat zu hören, der höre!

Gott sei Dank gibt es da auch noch das Hören mit dem Herzen. Und vielleicht meint Jesus eigentlich dieses Hören, wenn er uns auffordert, unsere Ohren zu öffnen.
Beim Blick nach Draußen in der Ruhe des Morgens mag dieses Hören mit dem Herzen geschehen. Wenn ich dort im verschneiten Garten im frühen Gesang der Vögel oder in der einzigartigen Schönheit einer Schneeflocke Gottes beredte Spuren in der Schöpfung entdecke.

Oder wenn ich mich nach dem Verlust eines geliebten Menschen einfach und scheinbar völlig widersinnig ins feuchte Gras lege, von dort in den nachtblauen Himmel blicke, mich am Glanz der Sterne erfreue und weiß, dass alles gut ist, und ich geborgen bin.

Oder wenn ich auswendig und damit inwendig geprägte Worte leise für mich selbst spreche. „Der Herr ist meine Hirte, mir wird nichts mangeln…“, und dieses leise Sprechen mich ruhig und gelassen und hörend macht.

Dann wird mir Gottes Wort zu Samen, der auf gutes Land fällt und hundertfach Frucht trägt.

Am Ende noch einmal das Gleichnis von Jesus. Ich bin mir sicher: jetzt wird es auf offene Ohren stoßen.

Lukas 8, 4-8 aus der Bibel lesen.
Amen.

 

GESANG „Herr, für dein Wort sei hoch gepreist“ (EG 196)

ABKÜNDIGUNGEN

FÜRBITTE

Gott,
dir in die Hände
und an dein Herz
legen wir
unsere Welt,
diese Stadt
und unser Tun.

Wir sagen dir Dank
für alle,
die dein Wort hörbar gemacht,
und uns so geformt
und geleitet haben.

Wir bitten dich,
hilf uns,
dass wir unserer Welt
dieser Stadt
und allen,
denen
wir begegnen,
sagen,
was du sagen willst.

Wir denken vor dir
an unsere Familie und Freunde;
aber auch an die,
die uns zu tragen geben;

wir denken an die,
mit denen wir lachen,
aber auch an die,
um die wir weinen;

wir denken an unsere Verstorbenen

………….
………….
………….

aber auch an die,
die sie auf ihrem Weg
in dein ewiges Licht
hier auf Erden
zurückgelassen haben;

 


wir denken an alle,
um die wir uns sorgen,
aber auch an die,
über die wir uns freuen.
Gott,
wir bitten dich:
segne uns alle!

Mit den Worten deines Sohnes sprechen wir gemeinsam:

VATERUNSER
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen.

SEGEN

MUSIK ZUM AUSGANG

 

Die nächsten Termine

Herrnhuter Losung:

Der HERR hat seinen Thron im Himmel errichtet, und sein Reich herrscht über alles.
Halleluja! Denn der Herr, unser Gott, der Allmächtige, hat seine Herrschaft angetreten! Lasst uns freuen und fröhlich sein und ihm die Ehre geben.