Im Mittelalter gehörten die Lehrter zur Kirchengemeinde in Steinwedel. Vor 1302 wurde eine eigene Kirche gebaut, und fünfzig Jahre später wurde Lehrte zu einer eigenen Gemeinde. Etwa 1527 wurde die Gemeinde reformiert und gehört seither zur Evangelisch-Lutherischen Konfession. 

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde in Lehrte die Eisenbahnlinie und der Bahnhof gebaut, und die Stadt begann zu wachsen. So wurde die Kirche schließlich zu klein, und der Konsistorialbaumeister Conrad  Wilhelm Hase plante eine Vergrößerung der Lehrter Kirche unter Beibehaltung des Turms. Schließlich entschied sich die Gemeinde jedoch für einen Neubau zwischen Dorf und der neuen Eisenbahnersiedlung - 1876 wurde die Matthäuskirche fertiggestellt. Ab 1882 wurde die alte Kirche als Schule genutzt.

Die Stadt Lehrte wuchs weiter, und da die Wege immer weiter wurden, nutzte die Gemeinde ab 1946 auch die Friedhofskapelle, später ein neu gebautes Gemeindehaus für Gottesdienste. 1958 wurde die Gemeinde geteilt - in die Markus- und die Matthäusgemeinde. Die junge Markusgemeinde baute bis 1963 ihre eigene Kirche. 

1968 wurde die alte Dorfkirche der Matthäusgemeinde wieder geweiht und als Nikolauskirche für Andachten, Taufen, Hochzeiten und Gottesdienste im Sommer genutzt.

Ab 2024 wurden die beiden Gemeinden - Markus und Matthäus - zur Gesamtkirchengemeinde Lehrte

Detaillierte Informationen über die Geschichte der Gemeinden finden Sie im Kirchengemeindelexikon:

Lehrte, Markus | kirchengemeindelexikon.de

Lehrte, Matthäus | kirchengemeindelexikon.de